20. Duderstädter Gespräche

Am 19. und 20. Februar fanden die 20. Duderstädter Gespräche statt, die sich in diesem Jahr mit dem Thema „Denk ich an Deutschland in der Nacht… - Zukunftschancen junger Menschen in Ost und West“ beschäftigten.

Knapp 150 Personen besuchten die „Jubiläums – Duderstädter Gespräche“, unter denen sich auch zwei Schulklassen aus Halberstadt und Duderstadt befanden. Beide Klassen begannen mit einem Eingangsstatement, wie sich die Zukunftschancen aus ihrer Sicht darstellen. Neben vielen Gemeinsamkeiten wurde auch deutlich, dass die Frage der Mobilität während der Studienzeit in den beiden Klassen unterschiedlich bewertet wird.

Anschließend führte Minister Gerold Wucherpfennig (Minister für Bau, Landschaftsentwicklung und Medien des Freistaates Thüringen) aus, welche Bemühungen das Land Thüringen unternimmt, um die Basis der beruflichen Entwicklung, die Bildung, in besonderer Form zu unterstützen. Staatssekretär Thomas Pleye aus dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Bundeslandes Sachsen-Anhalt zeigte an konkreten Projekten auf, wie das Land Sachsen-Anhalt den Berufseinstieg für möglichst alle Schülerinnen und Schüler unterstützt. Gleichzeitig wies Pleye auf Stimmen aus der Wirtschaft hin, die die sinkende Ausbildungsreife bemängelten. Für die Vereinigungen der Handwerkskammern Niedersachsens warb deren Präsident Gernot Schmidt für das Berufsbild des/der HandwerkerIn, welches in der aktuellen Diskussion nicht den notwendigen Stellenwert genießt. Abschließend ging Bernd Lange aus dem Vorstand des DGB-Bezirks Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt auf die Zusammenhänge der sozialen Herkunft und der Zukunftschancen junger Menschen ein.

In der abschließenden Diskussion konnten die Standpunkte vertieft werden, auch wenn viele Fragestellungen nicht abschließend behandelt werden konnten. Der Bürgermeister Duderstadts, Wolfgang Nolte, unterbreitete den anwesenden Schülerinnen und Schülern das Angebot, auch weiterhin für eine Diskussion dieser Zukunftsfragen zur Verfügung zu stehen.