Kindertag 2010 in Hannover

Reges Treiben herrschte am vergangenen Samstag auf dem Gelände der Ludwig-Windthorst-Schule in Hannover. Die Kolpingjugend der Diözese hatte zum Kindertag eingeladen. Motto: „Mit Schnuffi in eine bessere Zukunft“.

Wie lange braucht Toilettenpapier, bis es auf natürlichem Wege zerfallen ist? Und eine Banane? Eine Cola-Dose? Oder wie lange hält eine EC-Karte? 2 bis 3 Wochen, 5 Jahre oder 700 Jahre? Dung, Juliana, Alexander und die weiteren Mitglieder der Kolpinggruppe aus der Gemeinde St. Petrus in Buchholz laden die Besucher des Kindertages ein, ihre Schätzungen abzugeben. Kinder – wie auch Erwachsene – kommen ins Grübeln, stehen zunächst ratlos da und schieben die Gegenstände auf die vorgegebenen Karten mit den Jahreszahlen – mit sehr unterschiedlichen Einschätzungen. „Wir waren selbst überrascht, wie lange manche Gegenstände halten“, sagen Juliana und Dung.
„Diesmal wollten wir in die Zukunft schauen“, erklärt Florian König von der Diözesanleitung der Kolpingjugend in Erinnerung an den letzten Kindertag vor acht Jahren, der sich eher mit dem Blick zurück in die Geschichte von Kolping und Handwerk auseinandergesetzt hat. Beim Blick voraus sei der Umweltaspekt ein wichtiger Punkt: „Wir müssen uns damit auseinandersetzen, ob wir so weiterleben können, wie es bislang üblich war“, meint König.

 

Doch das Thema hat für die jungen Kolpinger noch einen anderen Aspekt: „Auch unser soziales Umfeld ist wichtig. Wir brauchen gelungene Beziehungen und ein faires Miteinander“, sagt Christian Pieper. Zahlreiche Kolpingsfamilien aus dem ganzen Bistum haben die Jugendlichen motiviert. „Einige hatten von sich aus etwas anzubieten, andere haben sich mit unseren Anregungen beschäftigt“, berichtet Pieper. Und so erleben die Kinder nicht nur Spiel, Spaß und ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit einem Kinderliedermacher, Zauberern, Tanzeinlagen und Schnuffi, dem Maskottchen der Kolpingjugend. Zum Tag gehören ebenso Stationen und Aktionen, an denen die Kinder experimentieren und erfahren, wie sie selbst Einfluss auf eine bessere Zukunft nehmen können.

 

„Die Vielfalt, die hier geboten wird, ist gut“, meint denn auch Andreas Bulitta. Der Diözesanvorsitzende des Hildesheimer Kolpingwerkes ist erfreut über das bunte und vergnügliche Treiben auf dem Gelände der katholischen Schule in Hannover. „Es gibt viele gute Rückmeldungen“, zeigt er sich zufrieden mit dem Tag.
Zufrieden sind auch die Organisatoren. „Für das Gefühl, zusammenzugehören, ist ein solcher Tag wichtig“, betont König. Viele Helfer des diesjährigen Tages seien beim letzten Kindertag 2002 in Hildesheim als Teilnehmer dabei gewesen. Für seinen Kollegen in der Diözesanleitung war die damalige Veranstaltung die erste große Begegnung mit Kolping. „Vielleicht kann das in acht Jahren ja ein anderer auch sagen“, hofft Pieper auf positive Nachwirkungen des Kindertages, der mit einem gemeinsamen Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein beendet wurde.