Kolping et Labora übergibt Projekt in Halberstadt an örtlichen Bildungsträger

Die Kolping et Labora gGmbh, die das Kolping-Berufsförderzentrum in Halberstadt zum 1.12.2006 übernommen hatte, hat ihre Tätigkeit am 31.März 2010 in Halberstadt beendet und die Fortführung des Projektes an den örtlichen Bildungsträger AWZ (Arbeit - und Weiterbildungszentrum gGmbH) in Halberstadt übertragen.

Die Kolping et Labora gGmbH wurde Ende des Jahres 2006 mit der Zielsetzung gegründet, das seit 1994 bestehende Projekt fortzuführen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Der vorherige Träger, die Kolping-Bildungswerk Sachsen-Anhalt gGmbH, hatte im Oktober 2006 Insolvenz anmelden müssen. Es bestand die Gefahr der Schließung des Projektes und 15 Mitarbeiter/ innen wären arbeitslos geworden.
Wegen der langjährigen guten Verbindungen auch leitender Mitarbeiter im Projekt, war das Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Hildesheim gebeten worden, sich für eine Fortführung des Projektes zu engagieren.

Daher hatten Verantwortliche aus den Diözesanverbänden Hildesheim und Magdeburg sich entschlossen, die Kolping et Labora zu gründen, allerdings mit der Perspektive, mittelfristig die Verantwortung für das Projekt wieder in die Trägerschaft von Verantwortlichen vor Ort zurückzugeben. Zum Geschäftsführer der Gesellschaft wurde der Hildesheimer Diözesansekretär, Josef Teltemann, bestellt.

Nach langen Verhandlungen konnte nun diese Zielsetzung mit dem seit Jahren vor Ort gut etablierten Bildungsträger AWZ vereinbart werden. Die aktuellen Umbrüche im Bildungssektor, der massive Rückgang der Geburtenzahlen in Sachsen-Anhalt, hat letztendlich auch dazu geführt, dass heute nicht mehr das hohe Potential an benachteiligten Jugendlichen vorhanden ist und Kooperationen der Bildungsträger vor Ort immer notwendiger werden.

Mit AWZ übernimmt ein Bildungsträger das Projekt vor Ort, der alle zurzeit laufenden Maßnahmen und auch das hauptamtliche Personal übernimmt. Dies war eine der wesentlichen Voraussetzungen der getroffenen Übergabevereinbarungen. Jährlich wurden ca. 500 Jugendliche und ca. 100 Erwachsene in verschiedensten Maßnahmen in dem Projekt betreut und qualifiziert.